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Schweine auf Termin?

Der Schweine-Future an der Warenterminbörse Hannover

von

Marco Schibilski , Wilfried Fuhrmann,


Zur Zitation:
Schibilski, M.; W. Fuhrmann (1999), Schweine auf Termin? Der Schweine-Future an der Warenterminbörse Hannover, in: http://www.mikrooekonomie.de, Nr. 2; Stand: 1999-10-2.


1. Einführung

Der börsliche Warenterminhandel in Deutschland ist noch jung, weitgehend unbekannt und entsprechend noch wenig genutzt. Terminbörsen werden aber in Zukunft an Bedeutung gewinnen. Dieses betrifft nicht nur die zur Zeit häufig diskutierte Errichtung einer Strom-terminbörse, sondern insbesondere den Bereich landwirtschaftlicher Produkte. Die Ausgestaltung (und Entwicklung) der Kontrakte ist letztlich entscheidend für den Erfolg einer derartigen Börsenveranstaltung, der sich nur dann einstellt, wenn die Kontrakte auf die Bedürfnisse und Motive der Börsenteilnehmer ausgerichtet sind. Entsprechend exemplarisch wird hier der Schweine-Future-Kontrakt an der Warenterminbörse Hannover (WTB) analysiert. Dabei werden die Motive der Teilnehmer am Terminhandel und die inhaltliche Ausgestaltung des Schweine-Futures-Kontraktes dargestellt. Von großer Bedeutung sind natürlich die Interessen der Schweine- und Fleischproduzenten und ihr Ziel, sich gegen Preisveränderungen abzusichern. Aufgrund des zeitlichen Auseinanderfallens von Abschluß- und Erfüllungstermin bei Futures sowie der marktgegebenen Preisvolatilitäten sind aber auch das Spekulations- und das Arbitragemotiv an Warenterminbörsen bedeutsam.


In Deutschland entwickelten sich in der Mitte des 19. Jahrhunderts besonders Berlin, Hamburg, Leipzig und Danzig zu Zentren des Warentermingeschäftes. Derartige Termingeschäfte wie beispielsweise mit Weizen wurden staatlicherseits in der ersten Hälfte des 20. Jahrhundets verboten, da die Politiker die Spekulation und insbesondere die Spekulation auf Basis von Nahrungsmitteln als unmoralisch apostrophierten, den sog. Schiebern und Spekulanten die Schuld an den Vorsorgungskrisen gaben und so das Politikversagen verdeckten.

Erst mit der Errichtung der Warenterminbörse Hannover am 17. April 1998 in Hannover wurde das Warentermingeschäft in Deutschland wieder aufgenommen. In den USA und vielen anderen Ländern sind Termingeschäfte mit Waren bzw. Commodities seit langem üblich und ihre Technik weit entwickelt. Der seit 1848 betriebene Handel mit standardisierten Verträgen zum Kauf und Verkauf landwirtschaftlicher Produkte am Chicago Board of Trade (CBoT) wird als Ursprung von Commodity-Futures gesehen (Hielscher, 1993, S.1132; Steiner, 1998, S. 406).


2. Zum Warenterminhandel

2.1. Ein Terminhandel wie jeder andere


Termin-Kontrakte können sich auf sehr verschiedene Güter und Titel beziehen. Bekannt und von großer Bedeutung sind Termingeschäfte mit Zinsen, Währungen, Aktien und ent-sprechenden Indizes. Unter dem Oberbegriff Termingeschäfte werden Transaktionen unterschieden, die entweder einen bedingten oder einen unbedingten Charakter haben. Bei bedingten Termingeschäften hat ein Vertragspartner ein Wahlrecht bzw. eine Option auf Erfüllung (Handel mit Optionen); bei unbedingten verfügt keiner der Vertragspartner über ein solches Wahlrecht, wobei die Verträge bzw. Kontrakte standardisiert (Futures) und nichtstandardisiert bzw. individuell ausgehandelt (Forwards) sein können; entsprechend gibt es einen Handel mit Forwards und einen börslichen Handel mit Futures.

Futures einer Warenterminbörse sind standardisierte Verträge, d.h. die börsliche Dienst-leistung der Durchführung von Warentermingeschäften setzt insbesondere die Standardisierung der dem Future-Kontrakt unterliegenden Basisware, hier lebende Schweine, voraus. Sie sind inhaltlich so gestaltet, daß eine bestimmte Menge einer bestimmten Ware zu einem im voraus festgelegten Preis an einem bestimmten Verfalls- bzw. Fälligkeitsdatum anzubieten oder abzunehmen ist.

Die Möglichkeit der physischen Lieferung, im Gegensatz zu einer Geldzahlung bei Fälligkeit des Futures, ist eine Besonderheit eines Commodity-Futures. Aber muß nicht bei jedem Kontrakt eine physische Lieferung zugelassen sein. Es kann eine effektive Lieferung des Kontraktes ausgeschlossen werden, so wie es für einen geplanten Heizölkontrakt der WTB oder einem Stromkontrakt an einer Stromterminbörse in Deutschland diskutiert wird, so daß eine Erfüllung des Kontraktes dann in Form eines Barausgleiches erfolgt. Kommt es zu einem Barausgleich oder einer Glattstellung bis zum Verfallsdatum des Futures, und dieses ist der Regelfall auch an einer Warenterminbörse, d.h. nur zu Geldzahlungen, dann funktioniert ein Warentermingeschäft wie jedes andere Termingeschäft. Ein Commodity-Future ist in diesem Falle ein Future wie jeder andere bzw. die Konstruktionen von Future-Kontrakten sind alle sehr ähnlich. Natürlich setzt jeder Handel marktspezifische Kenntnisse über Preisvolatilitäten usw. voraus, da eine Verbindung zu dem Spotmarkt der als Basis dienenden Ware durch die Händler dieser Ware hergestellt wird, die sich bei schwankenden Nahrungsmittel- oder Rohstoffpreisen abzusichern versuchen. Geht es den Händlern primär um eine Art von (Preis-) Risikoversicherung, für die sie eine Prämie bzw. Margin zu zahlen bereit sind, so hoffen Arbitrageure und Spekulanten auf einen Gewinn aus ihrer Margin-Zahlung.


2.2. Spekulationsgeschäfte (Trading)

Der Spekulant bzw. der sog. Trader ist nicht interessiert an einer physischen Lieferung. Er erwartet durch den Kauf oder Verkauf eines Futures und damit durch das (spekulative) Eingehen einer offenen Position (für eine bestimmte Zeit) am Terminmarkt einen Gewinn zu erzielen. Da beim Abschluß eines Geschäftes nur eine sog. Margin zu zahlen ist, beispielsweise 10 v.H. des Wertes, erwartet der Spekulant, mit relativ geringen finanziellen Mitteln einen relativ großen Spekulationsgewinn aufgrund dieser Hebelwirkung zu erzielen und anderenfalls nur einen begrenzten Verlust in Höhe der Margin zu erleiden. Entsprechend hat eine Terminbörse bei risikofreudigen Anlegern eine relativ hohe Akzeptanz. Dies gilt im zunehmenden Maße auch für Kontrakte auf Rohstoffe und landwirtschaftliche Waren.

Allerdings ist die offene Position spätestens bei Fälligkeit des Kontraktes zu schließen, da sonst entweder die Basisware (Schweine) zu liefern oder abzunehmen ist. Ein Kontrakt wird durch einen entsprechenden Gegenkontrakt glattgestellt. Durch den im Zeitablauf sich verändernden Kurs des Kontraktes bis zum Zeitpunkt der Fälligkeit bzw. der Glattstellung können Verluste entstehen, die über dem bereits gezahlten Einschuß (Margin) liegen, so daß der Spekulant entweder einen Nachschuß (Variation Margin) zahlt oder verkaufen muß.


Spekulanten werden i.d.R. von Händlern der Basisware und von Politikern als „störend“ empfunden werden. Dabei bewirkt die Teilnahme von Spekulanten folgendes:

a.

Käufe und Verkäufe dieser Gruppe führen letztlich zu niedrigeren Transaktionskosten bzw. Gebühren für alle Börsenteilnehmer (und auch zu Gewinnen der Unternehmung Börse),

b.

das Engagement dieser Gruppe erhöht die Liquidität der Börsenveranstaltung und erleichtert damit das Matching und eine faire Preisfindung, so daß der Nettogewinn dieser Teilnehmergruppe als das Entgeld für die Übernahme von Risiken zu verstehen ist,

c.

durch das Engagement dieser Gruppe steigt die Verflechtung dieses (Zukunftsgüter-) Marktes mit den (Finanz- und Kapital-) Märkten des Systems, so daß die Effizienz des gesamten volkswirtschaftlichen Marktsystems steigt.

Sofern es kein System von effizienten Warenterminmärkten oder keinen effizienten Handel mit Warenindices (Fuhrmann, 1998; Fuhrmann, Kirchner 1999) gibt, sondern nur eine oder wenige Warenterminbörsen, kann es durch die Spekulation zu Veränderungen der relativen Preise kommen.


2.3. Arbitrage

Ein (faktisch bzw. noch) wenig bedeutsames Motiv ist die (risikolose) Arbitrage. Dabei lassen sich zwei Fälle unterscheiden. Werden an mehreren Börsen eng substituierbare oder ein identischer Future-Kontrakt gehandelt, kommt es zu einer regionalen Arbitrage mit dem Ziel, Gewinn aus den Kursdifferenzen der Börsen zu erzielen. Diese Form der Arbitrage wird auch als Inter-Market-Spread-Trading bezeichnet und ist insbesondere von Aktien-Kassamärkten bekannt.1 Der eine (Schweine-) Kontrakt wird an einer Börse und der entsprechende an der anderen Börse gekauft. Hier sind im Falle physischer Lieferung allerdings die dabei ent-stehenden Transaktions- und Transportkosten im Kalkül zu berücksichtigenden. Ein derartiges Spread-Trading über Börsen mit Notierungen in unterschiedlichen Währungen oder in verschiedenen Ländern hat zusätzlich die Kosten aus dem Währungsrisiko und den unterschiedlichen Rechtssystemen zu berücksichtigen.


Eine weitere Arbitragemöglichkeit kann bei divergierenden Preisen am Spot- und am Future-Markt bestehen. Ist der (Schweine-) Future-Kontrakt gemessen am Spotmarktpreis über- oder unterbewertet, kann der Arbitrageur eine Cash-and-Carry-Arbitrage2 durchführen. Diese Möglichkeit ist bei Waren (anders als bei Finanztiteln) allerdings stark eingeschränkt, da die Haltung der Spotmarktposition mit hohen Kosten (z.B. Stallhaltungs- bzw. Lagerhaltungs- und Versicherungskosten, Kapitalkosten), den sog. Cost-of-Carry verbunden sind (Kirchner 1999).


2.4. Absicherungsgeschäfte (Hedging)


Die Verkäufer und Käufer des Basisproduktes (hier von Schweinen) sind Teilnehmer des Future-Handels, um sich den heutigen Preis für zukünftige Lieferungen zu sichern bzw. sich gegen zukünftige Preisänderungen abzusichern und um so Kalkulationssicherheit (und eine Gewinnsicherung) zu erhalten.


Der Schweine-Future an der WTB Hannover dient als Instrument des Risikomanagements der landwirtschaftlichen Produktionsbetriebe und der weiterverarbeitenden Industrie zur betriebs-wirtschaftlichen Absicherung gegen Preisschwankungen, die sich am Markt u.a. aus Veränderungen der Umwelt- und Naturbedingungen und der Steuer- sowie Subventions-systeme ergeben.

Eine Hedge-Strategie ist so aufgebaut, daß zu einer bestehenden Spotmarktposition wie in Form lebender Schweine eine entsprechende Gegenposition wie dem Verkauf per Termin bzw. den Kauf eines entsprechenden (Schweine-) Futures aufgebaut wird, so daß der (Verkaufs-) Preis gesichert ist. Dadurch wird eine mögliche Preisveränderung (wie ein sinkender Spotpreis, der zu einem Verlust geführt hätte) der einen Position durch die entgegengesetzte Preisveränderung (wie ein steigender Wert des Futures, der einem Gewinn entspricht) der anderen Position ausgeglichen. Wird der Verlust aus einer Position von dem Gewinn aus der anderen vollständig kompensiert, d.h. liegt ein vollkommener bzw. perfekter Hedge vor, dann haben die Spotpreisentwicklung des Basisgutes und der Wert des Futures-Kontraktes einen Korrelationskoeffizienten von minus eins.

Erwartet ein Landwirt mit einem Bestand an Schweinen, d.h. in einer sog. Long Position für die Zukunft sinkende Spotmarkt-Preise, dann tätigt er so zur Absicherung seiner Position einen Sicherungsverkauf. Er tritt also an der Börse als Anbieter bzw. Verkäufer eines Futures auf, d.h. führt einen sog. Short Hedge durch. Dieser Short Hedge sichert den Wert seiner bestehenden Long Position, d.h. den des Schweinebestandes, gegen sinkende Preise ab.

Bei Preissteigerungserwartungen will der Käufer bzw. Verarbeiter von Schweinen sich gegen steigende Preise absichern. Dies geschieht durch einen sog. Long Hedge oder Sicherungskauf, d.h. durch den Kauf eines Futures, durch den er sich in seiner Short Position am Spotmarkt für den in Zukunft geplanten Kauf von Schweinen den jetzigen Preis sichert.


Übersicht 1 zeigt in Abhängigkeit von der erwarteten Marktentwicklung die Sicherungs-strategien (Bieg, 1998, S.112). Sie verdeutlicht gleichzeitig, daß sich sowohl Verkäufer als auch Käufer des Basisproduktes (bzw. von Schweinen) durch den Einsatz des Schweine-Futures gegen das Preisänderungsrisiko absichern können. Natürlich sind die Erwartungen selten homogen. Aber ein Abschluß bzw. die Durchführung einer Kauf- und Verkaufsorder ist umso schwieriger, je homogener die Erwartungen der Käufer sowie Verkäufer sind und je kleiner dieser Kreis der Börsenteilnehmer ist. Das Auftreten von Spekulanten an der Börse erhöht somit die Abschlußmöglichkeiten bzw. die Liquidität des Marktes und damit die Sicherungsmöglichkeiten für die Hedger.


Position
[in Zeile rechts]
--------------------------
erwartete
Marktent-
wicklung

[in Spalte unten]



bestehende Long Position

(Bestand an Schweinen)




zukünftige Long Position

(Kauf von Schweinen)



Preisteigerung



keine Absicherung notwendig

Absicherung durch

LONG HEDGE

(Kauf eines Futures)


Preissenkung


Absicherung durch

SHORT HEDGE

(Verkauf eines Futures)


keine Absicherung notwendig

Übersicht 1: Absicherung von Long-Positionen durch Futures


2.5. Zur Technik

Die Teilnahme an der Börsenveranstaltung erfolgt immer über ein von der Börse zum Börsenhandel zugelassenes Unternehmen; dieses können beispielsweise Broker, Banken und Unternehmen dieser Wirtschaftskreise bzw. Branche sein (zur Organisation der WTB vgl. Fuhrmann 1999). Über diese werden die gewünschten Order, bei einer Vielzahl individueller Vorgaben (Orders mit Preislimits, mit festgelegter Anzahl der Kontrakte, usw.), in das EDV-System der Börse eingegeben. Die dortige Zusammenführung einer Kauf- mit einer Verkaufsorder wird als Matching bezeichnet. Das Ergebnis dieses Matching wird der Clearing-Bank der Börse gemeldet, über die dann die weitere Durchführung (Margin-Zahlung, Endabrechnung, ev. physische Lieferung) erfolgt. Dabei tritt die Clearing-Bank in das gematchte Orderpaar ein, d.h. tritt dem Käufer als Verkäufer und gleichzeitig dem Verkäufer als Käufer gegenüber. Dadurch garantiert die Bank jedem einzelnen Teilnehmer die Abwicklung und Erfüllung des Vertrages, ohne das ein Teilnehmer von einem möglicherweise eintretenden Liquiditäts- oder Liefer- bzw. Abnahmeproblem eines anderen Teilnehmers direkt betroffen werden kann.

Da die Clearing-Bank derartige Fälle ausgleichen muß, verlangt sie zur Sicherung der Börse bzw. ihrer Liquidität nicht erst bei Fälligkeit eines Kontraktes die Zahlung, sondern bereits bei jedem Geschäftsabschluß eine Zahlung in Form eines Einschusses (Initial Margin) und dann weitere Einschüsse, wenn der Wert des Futures soweit sinkt, daß der Preisverfall bzw. Verlust den Einschuß übersteigt.


3. Der Schweine-Future (SF)

3.1. Die Kontrakt-Spezifikation


Während an der WTB Hannover dem gehandelten Schweine-Future lebende Schweine als Basisware zugrundeliegen, sind es an anderen Terminbörsen wie dem Chicago Board of Trade (CBoT) Schweinehälften oder Schweinebäuche.3 Dabei repräsentiert ein Kontrakt 8000 kg Schlachtgewicht (SG), so daß bei einem Gewicht von 85 bis 100 kg bzw. von ca. 90 kg pro Schwein ein Kontrakt aus ca. 89 Schweine steht. Neben diesem durchschnittlichen Gewicht muß das einzelne Tier einen Mager- bzw. Muskelfleischanteil (MFA) von mindestens 56 v.H. aufweisen. Andere Charakteristika bzw. Qualitätseigenschaften4 der Basisware werden nicht berücksichtigt.

Bei einem Preis von DM 3,- pro kg SG beträgt der Wert eines Kontraktes somit 24000 DM (= 8000 [kg] x 3 [DM/kg]). Der Preis eines Kontraktes wird auf drei Dezimalstellen notiert, die Notierung bezieht sich auf DM pro kg SG und verändert sich in Schritten (sog. Tick) von DM 0,001, was einem Wert von DM 8,- pro Kontrakt entspricht.5

Emittiert werden SFs mit zwei unterschiedlichen Laufzeiten: 12 Monate und 6 Wochen. Im Prinzip beginnt an jedem ersten Handelstag eines Monats der Handel mit einem neuen SF-Jahreskontrakt, so daß gleichzeitig zwölf verschiedene Jahreskontrakte mit Restlaufzeiten zwischen einem und zwölf Monaten, handelbar sind.6 Bei einem Jahreskontrakt ist der Liefertermin die letzte volle Kalenderwoche des zwölften auf den Handelsbeginn folgenden Monats. Der Liefertermin eines Wochenkontraktes liegt sechs Wochen nach jedem ersten Handelstag einer Woche.

Kommt es zu einer physischen Lieferung, weil ein Verkäufer (Käufer) eines Kontraktes diesen nicht bis zum letzten Handelstag glattgestellt hat, d.h. weil er bis zur Fälligkeit seines Kontraktes kein entsprechenden Gegengeschäft abgeschlossen und einen Gegenkontrakt erworben hat, so ist er zur Lieferung (Abnahme) von lebenden Schweinen im Umfang des Kontraktes verpflichtet. Der „vereinbarte“ bzw. hypothetische Lieferort ist Münster.


Die Kontraktspezifikationen eines SF sind in Übersicht 2 zusammengefaßt (da der Tick/Wert mit 0,001/8,- Euro umgestellt ist, bleibt das Beispiel in DM):


Schweine-Futures

Basis-Ware

lebende Schweine

Menge

8000 kg SG

Qualität

56% MFA

Abweichungen


Notierung

a.) Einzeltier-SG: 85 - 100 kg

b.) MFA: 53,0 - 59,0 %

a. und b. 2/3 der Tiere einer Partie

DM / kg SG

Tick (Wert)

DM 0,001 (DM 8,-)

Liefertermin

nächsten 12 Monate und

nächsten 6 Wochen

(hypothetischer) Lieferort

Münster


Übersicht 2: Die Kontraktspezifikation des Schweine-Futures



  1. Der Fall der physischen Lieferung

Aufgrund der an der WTB gehandelten Futures kann es zu physischen Lieferungen der Basisware kommen. Dabei sind drei Besonderheiten zu beachten: a.) die Transportkosten, b.) die Berechnung des Wertes der gelieferten Partie und c.) die Berechnung der Ausgleichs-zahlungen bei zulässigen Abweichungen von den Kontraktspezifikationen. Durch letzteres soll ein sog. ex-post Opportunismus ausgeschlossen werden, da ein Verkäufer versuchen könnte, insbesondere bei hohen Kontrollkosten für den Käufer, Ware mit niedrigerer Qualität und Gewicht zu liefern, oder da ein Käufer im Sinne einer Überbeanspruchung versuchen könnte, ungerechtfertigt Minderungen geltend zu machen. Insgesamt könnten die Fälle eintreten, daß zunehmend nur Schweine des unteren Qualitätssegmentes gezüchtet sowie geliefert werden und daß so Probleme von adverser Selektion oder Moral-Hazard entstehen. Dieses versucht die WTB über festgelegte Regeln für zulässigen Abweichungen zu vermeiden. Für Fälle von dennoch entstehenden Streitigkeiten hat die Börsengeschäftsführung der WTB gemäß des deutschen Börsengesetzes ein Börsenschiedsgericht einzurichten, das dann gemäß § 11 der Börsenordnung der WTB entscheidet.


3.2.a. Die Transportkosten

Bei Vertragsabschluß gilt Münster als hypothetisch vereinbarter Liefer- und Abnahmeort. Im Prinzip trägt der Verkäufer die Kosten des Transportes bis Münster und der Käufer die Kosten ab Münster. Die Lkw-Frachtroute verläuft also fiktiv vom Verladeort des Verkäufers über Münster zum Entladeort des Käufers. Die Entfernung bis Münster in km (b) und die Entfernung ab Münster in km (a) ergibt die gesamte Transportstrecke (a + b). Dabei dient Münster nur als Bezugspunkt in dem Sinne, daß der Käufer von den tatsächlich anfallenden Transportkosten den Anteil a /(a+b) tragen muß. Nur bei effektiver Abnahme in Münster hat er keine Transportkosten. Bestimmt der Käufer also als Lieferort einen anderen als Münster, so trägt der Verkäufer nicht die ganzen Transportkosten, sondern er erhält eine anteilige Transportkostenerstattung bzw. der Käufer hat ihm einen Frachtkostenausgleich (FKA) zu zahlen. Dieser wird wie folgt berechnet:


FKA = FKS * c * a / (a+b)


mit: a = Entfernung des Entladeortes (des Käufers) von Münster in km,
b = Entfernung des Verladeortes (des Verkäufers) von Münster in km,
c = Entfernung des Entladeortes vom Verladeort in km,

FKS = Frachtkostensatz in DM pro km pro Kontrakt.

Der Frachtkostensatz wird von der Börsengeschäftsführung festgelegt, publiziert und regelmäßig den Marktverhältnissen angepaßt; zur Zeit beträgt er 4,-- DM pro km.


Zur Verdeutlichung: Der Käufer bestimmt, daß die Schweine vom Verkäufer, der in Potsdam ansässig ist, nach Hamburg geliefert werden sollen. Potsdam ist Verladeort und Hamburg der Lieferort. Bei den Entfernungen:

Hamburg - Münster: 280 km (a); Potsdam - Münster: 400 km (b); Hamburg - Potsdam: 290 km (c) ergibt sich ein vom Käufer zu zahlender Frachtkostenausgleich in Höhe von

FKA = 4,00 * 290 * 280 / (280 + 400 ) = 477,65 DM.

Dieser Betrag wird als Frachtkostenausgleich dem Käufer in Rechnung gestellt werden.


Dient der fiktive Liefer- und Abnahmeort auch primär nur der Festlegung des Transportkostenanteiles, so hat er auch eine strategische und psychologische Bedeutung im Sinne einer gewissen Abgrenzung des regionalen Einzugsgebietes der WTB. Ein Schweineproduzent in Greifswald und ein Wurstproduzent in Dresden empfinden und nutzen eine WTB in Hannover mit „Lieferort“ Münster möglicherweise nicht als „ihre“ WTB (obwohl die Berechnungen korrekt sind). So könnte die WTB weitere Lieferorte in ihren Kontrakt aufnehmen, wie es beispielsweise beim Kartoffel-Kontrakt der WTB der Fall ist. Es kann bei einem ausreichenden Marktvolumen auch die Eröffnung einer weiteren WTB mit einem SF (in Bayern oder Brandenburg) lohnend sein, so daß sich ein Netz von Warenterminbörsen mit SF gemäß den Überlegungen der Regionalökonomik entwickeln kann; allerdings führen die Kosten eher zu einer einzigen (computerisierten) Börse mit mehreren Anlieferorten.


Soll es zur physischen Lieferung kommen, so hat jeder Käufer eines SFs der Clearing-Bank bis zum letzten Börsentag des Kontraktes mitzuteilen, an welchem Liefertag der folgenden Woche und an welchem Lieferort bzw. an welcher von der Börse autorisierten Schlachtstätte er die Tiere in Empfang nehmen will. Der Verkäufer meldet am gleichen Tag den Verladepunkt der Schweine. Die Clearing-Bank hat bei Minimierung der Transportkosten jedem Käufer einen Verkäufer zuzuordnen.


3.2.b. Qualitäts- und Mengenstandards


Der ordnungsgemäßen Feststellung der Qualität und Menge der Schweine eines Future-Kontraktes dient ein festgelegtes Regelwerk. Darnach muß die Schlachtung der Schweine innerhalb von 12 Stunden nach dem Abladen erfolgen. Bei einer späteren Schlachtung wird das ermittelte Schlachtgewicht um 1 Prozent bei der Berechnung des Wertes der Partie erhöht.


Als Lieferzeitpunkt wird die Ankunft des LKW an der Rampe in den Begleitschein eingetragen und vom Fahrer sowie einem Vertreter des Schlachthofes protokollarisch be-stätigt. Der Erfüllungsort und der Ort des Eigentumsüberganges ist die Rampe. Jedes Tier muß eindeutig einem Future-Kontrakt zugeordnet sein. Die Tiere werden von einem Veterinär untersucht, beanstandete Tiere werden aussortiert, im Begleitschein vermerkt und gelten als nicht geliefert. Nach einer Ruhephase werden die Tiere geschlachtet; jedes Tier wird von einem durch die Clearing-Bank autorisierten Kontrollunternehmen und den Schlachthof verwogen und klassifiziert; dabei muß die eindeutige Zuordnung jedes Schweines zu einem Future-Kontrakt gewährleistet sein. Die Klassifizierung wird sowohl am geschlachteten Tier als auch im Begleitschein vermerkt.


Am nächsten Börsentag wird das Verwiegungsprotokoll vom Kontrollunternehmen und vom Schlachthof bis spätestens 8.00 Uhr der Clearing-Bank übermittelt, die dann den (Kauf-)Preis der Partie bzw. den Gesamtabrechnungspreis der Lieferung berechnet und am selben Tage dem Verkäufer und Käufer mitteilt. Der Preis wird zum Zeitpunkt der Übergabe fällig gestellt.


Natürlich weist nicht jedes Tier ein SG von 90 kg und ein MFA von 56 % auf. Zur Kontraktspezifikation gehören entsprechend festgelegte Margen innerhalb derer diese Werte liegen können, ohne daß es zu besonderen Sanktionen kommt. So ist festgelegt, daß eine Partie sanktionsfrei lieferbar und abzunehmen ist, wenn 2/3 der Einzeltiere und der Partie-durchschnitt:

a.) einen MFA zwischen 53 und 59 % und

b.) ein Einzeltierschlachtgewicht zwischen 85 und 100 kg

aufweisen. Dabei kann ein einzelnes Tier auch Werte außerhalb dieser Grenzen aufweisen. Die Berechnung des (sanktionsfreien) Abrechnungspreises der Partie erfolgt auf der Basis der ermittelten Werte jedes einzelnen Tieres der Partie.


Übersicht 3 stellt die für die Berechnung des Wertes der Partie verwendeten Zu- oder Abschläge für die tatsächlichen (Einzeltier-) Abweichungen dar; sie zeigt die sog. Maske.


MFA (%)

von bis

Zu-/Abschläge

DM / %

SG (kg)

von bis

Abschläge

DM / kg

45,00 51,99

- 0,08

50,0 72,9

- 0,06

52,00 55,99

- 0,05

73,0 81,9

- 0,02

56,01 58,00

+ 0,05

100,0 110,0

- 0,02

58,01 60,00

+ 0,08

110,1 120,0

- 0,04

Liegt das Schlachgewicht unter 82kg wird kein Zuschlag für einen Magerfleischanteil über 56% gezahlt. Der MFA wird in 0,2%-Schritten abgerechnet. Quelle: WTB-Akademie (Hrsg.), 1998, S. 45.


Übersicht 3: Berechnung des Partiewertes


Zur Verdeutlichung:
Der Schweine-Kontrakt besteht aus 80 Schweinen. Die einzelnen Schweine haben die in der folgenden Tabelle dargestellten Qualitäts- und Mengenmerkmale. Aus Gründen der Übersichtlichkeit wird die Einzeltierpreisbe-rechnung nur für zwei Tiere dargestellt; für diese wird zunächst unter Verwendung der in der Übersicht 3 dargestellten Zu- /Abschläge der Preis pro kg und dann pro Tier ermittelt (es wurde ein Abrechnungspreis von DM 3,-- pro kg verwendet) :

Tier 1: SG entspricht dem zulässigen Rahmen Þ kein Zu-/Abschlag

MFA zwischen 56,01% - 58,00 Þ + 0,050 DM

0,050 DM + 3,000 DM = 3,050 DM


Tier 2: SG zwischen 100,0kg - 110,0kg Þ - 0,040 DM

MFA zwischen 56,01% - 58,00% Þ + 0,080 DM

0,040 DM + 3,000 DM = 3,040 DM


Für dem ganzen Kontrakt gilt:


Tier

Nr.

SG

kg

MFA

%

Preis

DM / kg

Preis

DM / Tier

1

93,7

57,0

3,050

285,79

2

102,0

57,6

3,040

310,08

-

-

-

-

-

80

-

-

-

-

----------------------

------------------

------------------

------------------

----------------------

Summe

7422,4



22028,80 DM

Durchschnitt

92,78

57,6




Bei einer physischen Lieferung gemäß des Beispieles (einschließlich jenes zum Frachtkostenausgleich) wird die Clearing-Bank dem Hamburger Käufer als unmittelbar fällig DM 22.506,45 ( = 22.028,80 + 477,65) in Rechnung stellen. Derart auf Basis des tatsächlich gelieferten Gesamtschlachtgewichtes wird abgerechnet, wenn die zwei o.g. Bedingungen erfüllt sind und das Gesamtgewicht zwischen 7.750 und 8.250 kg liegt. In allen anderen Fällen werden Ausgleichszahlungen für Abweichungen, sog. Sanktionszahlungen berechnet.


3.2.c. Berechnung von Sanktionszahlungen


Für die folgenden fünf möglichen Abweichungen werden Ausgleichszahlungen berechnet.

- Bei Abweichungen vom Gesamtgewicht:

Bei Abweichungen des Gesamtgewichtes um mehr als 250 kg (von dem SG von 8000 kg des Kontraktes) werden folgende Preisabschläge berechnet:

Abweichung

Korrektur
je kg in dieser Mengenklasse

mehr als 250 kg bis 499 kg

500 kg bis 999 kg

ab 1.000 kg

DM 0,50

DM 1,00

DM 2,00



Im obigen Beispiel beträgt das Gesamtschlachtgewicht: 7422,4 kg und die Abweichung insgesamt 577,6 kg:

8000kg - 7750kg = 250 kg x 0,00 DM = 0,00 DM

7750kg - 7501kg = 249 kg x 0,50 DM = 124,50 DM

7500kg - 7422,4 kg = 77,6 kg x 1,00 DM = 77,60 DM

202,10 DM

Der Betrag von DM 202,10 DM führt zu einem Kontraktwert (ohne Transportkosten) von DM 21.826,70 ( = 22.028,80 - 202,10).


- Bei Abweichungen vom MFA:


Ist der MFA im Partiedurchschnitt niedriger als 53 % oder höher als 59 %, wird ein Abzug auf der Basis des gelieferten Gewichtes nach folgendem Schema berechnet:


Abweichungsgruppe

(v.H.)

DM pro kg pro angefangenem Prozentpunkt
in dieser Abweichungsgruppe

< 50,0

50,0 bis 52,9

59,1 bis 62,0

>62,0

0,12 DM
0,06 DM
0,06 DM

0,12 DM


Hier gilt eine vergleichbare Regelung wie beim Einzeltierschlachtgewicht. Haben 2/3 aller Tiere einen MFA von weniger als 53 -59%, wird ein Abschlag von 10% fällig. Dazu wird der durchschnittliche Magerfleischanteil der gesamten Lieferung berechnet.

Beispiel (Fortsetzung):

Im Beispiel liegt der durchschnittliche MFA bei 57,6%, so daß kein Abschlag erfolgt.


- Bei Abweichung vom durchschnittlichen Schlachtgewicht:

Ist darüberhinaus das durchschnittliche (Einzeltier-) Schlachtgewicht geringer als 85 kg oder höher als 100 kg, ergibt sich ein Abschlag von 10 v.H. vom Gesamtpartiepreis.

Beispiel: (Fortsetzung)

Im Beispiel liegt das durchschnittliche Schlachtgewicht bei 92,78 kg, so daß kein Abschlag erfolgt.


- Bei Abweichungen von einer 2/3 Quote:


Wenn eine der im Abschnitt 3.2.b. genannten 2/3 Quote verletzt wird, dann ergibt sich ebenfalls ein Abschlag von 10. v.H. vom Gesamtpartiepreis.


Beipiel: (Fortsetzung)

Beide 2/3-Quoten sind im Beispiel erfüllt. Entsprechend ist keine Ausgleichszahlung zu berechnen.


In dem Beispiel ergibt die Abschlußrechnung der Clearing-Bank den folgenden Preis (dieses Kontraktes):

Preis = Preis für die +/- Mengen- +/- Qualitäts- + Frachtkosten-

Schweine abweichung abweichung ausgleich

= 22.082,80 DM - 202,10 DM +/- 0,00 DM + 477,65 DM

= 22.358,35 DM

Der Käufer hat in diesem Beispiel für die Lieferung der 80 Schweine nach Hamburg insgesamt 22.358,35 DM zu zahlen (abzüglich der bereits beim Erwerb des SF geleisteten Einschüsse).


4. Schlußbemerkungen

Angesichts einer nicht bestehenden EG-Agrarmarktordnung für den Schweinemarkt bietet die Warenterminbörse Hannover mit diesem Schweine-Future eine system- und marktkonforme Lösung sowohl für die produzierenden Landwirte und die Verarbeiter von Schweinefleisch bezüglich ihres Sicherungsbedarf bei volatilen (Schweine-) Spotpreisen als auch den Kapital-anlegern und Spekulanten systemstärkende Möglichkeiten der Teilnahme an der Börsen-veranstaltung.

Gesamtwirtschaftlich besonders relevant ist die durch die Börse geschaffene Markt- und Preistransparenz mit der Bildung effizienter Marktpreise und der Stärkung der Allokations-effizienz auch in diesem Markt und Sektor. Die Börsenveranstaltung reduziert mit der Preis-volatilität auch die Unsicherheit und schafft damit positive externe Effekte auch für die nicht-teilnehmenden (beispielsweise kleineren) landwirtschaftlichen Betriebe und Verarbeiter. Hinzu kommt, daß die WTB Hannover angesichts der Agenda 2000, der sog. Osterweiterung der EU und den Erfordernissen der WTO generell eine markt- und wettbewerbskonforme Lösung auch für andere Märkte und Bereiche (von Raps und Weizen über Recycling-Produkte wie Altpapier bis zum Strom oder CO2-Emissionszertifikate) demonstriert und derartige Bemühungen unterstützt. Umgekehrt sollten Politik und Verbände die gesellschaftliche Akzeptanz und Bereitschaft zur Teilnahme am Börsenhandel fördern.

Da der Wettbewerb zwischen diesen Dienstleistern bzw. Warenterminbörsen in Europa und weltweit steigen wird, sind die jeweiligen Kontraktspezifikationen immer bedeutsamer und ständig anzupassen. Möglicherweise sind neben dem MFA weitere Qualitätseigenschaften zu berücksichtigen oder differenzierte Kontrakte zu entwickeln - nicht um den Befürchtungen einer durch die Kontraktspezifikation geförderten Entwicklung eines Maß- oder Einheits-schweines entgegenzuwirken, sondern zur Qualitätssicherung des Kontraktes. Es geht nicht nur um eine zentrale Aufgabe der Börse, sondern um einen intensivierten Qualitäts-wettbewerb.


Literaturverzeichnis:

Bieg, H., 1998; Finanzmanagement mit Futures, in: Der Steuerberater, 49. Jg., 1998, Heft 3, S. 104 - 112.

Fuhrmann, W., 1997; Warenterminbörse in Deutschland, in: Wirtschaftswissenschaftliches Studium WiSt, 26. Jg.,1997, Heft 3, S. 137 - 139.

Fuhrmann, W., 1998; Indexhandel an der WTB, in: Niedersächsisches Ministerium für Wirtschaft, Technologie und Verkehr (Hrsg.), Tagungsband Warenterminforum Hannover (26.-27.11.1998), Hannover, S. 57 - 61.

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Adresse der Autoren:

Univ.-Prof. Dr. Wilfried Fuhrmann, Dipl.-Volkswirt Marco Schibilski

Universität Potsdam, Institut für Makroökonomik

August-Bebel-Str. 89, D-14482 Potsdam


Tel. 0331-977-3219 (Fax: -3223)

Email: fuhrmann@rz.uni-potsdam.de

1 Eine derartige Arbitrage erscheint beispielsweise im Falle des Kartoffel-Futures zwischen den Warentermin-börsen in Hannover und Amsterdam möglich.

2 Ein Cash-and Carry-Arbitrageur kauft auf dem Spotmarkt und verkauft per Future auf dem Terminmarkt. Im Erfüllungstermin wird die Kassaposition verkauft und die Futuresposition glattgestellt.

3 Also werden an der CBoT (http://www.cbot.com) keine Schweine, sondern Schweinefleisch gehandelt.

4 Man könnte denken an die Tierhaltung, die Zucht- und Geneigenschaften, die Faserigkeit des Fleiches usw..

5 Ab dem 1. Januar 1999 wird der Kontrakt in Euro notiert. Eine Umrechnung des Beipieles in Euro nach dem amtlichen Kurs ist zwar möglich; da aber noch in DM „gedacht“ wird, d.h. wegen der besseren Anschaulichkeit werden hier noch DM-Preise dargestellt. Diesbezüglich ist eine Vergleich der Umsätze im Dez. 98 und im Jan. 1999 interessant. Bei der Preissetzung in Euro beträgt die Tickgröße 0,001 Euro bzw. 8,00 Euro pro Kontrakt.

6 Eine Auswahl der Kontrakte und deren Kurse werden täglich im Kursteil des Handelsblattes veröffentlicht. Der Kurszettel wird im Internet (http://www.wtb-hannover.de) abgebildet und alle 15 Minuten erneuert.