Buchempfehlung für Grundlagen:

Grundlagen der Mikroökonomik
Eine Einführung in die Theorie der Haushalte, der Firmen und des Marktes;
Verlag Franz Vahlen München;
ISBN 3-8006-2409-5; 1999
von
Klaus Schöler
ord. Professor für Volkswirtschaftslehre an der Universität Potsdam


Ein kurzer Diskussionsbeitrag:


Wachstum durch Innovation[1]

von

Wilfried Fuhrmann

(Zitation: Wilfried Fuhrmann, Wachstum durch Innovation, in: www.mikrooekonomik.de, Nr. 1, Stand: 1.7.1999)


Ein kurzes, allgemeinverständliches Statement von 5 bis 10 Minuten zum Generalthema „Wachstum durch Innovation" ist angesichts der sehr komplexen ökonomischen Zusammenhänge ein hartes Stück Arbeit. Es erfordert die Konzentration auf wenige Punkte bei „Vernachlässigung" einer Vielzahl anderer. Entsprechend werde ich drei, aus meiner Sicht zentrale Aspekte in die Diskussion einbringen. Trotz der zur Würzung bewußt gewählten leicht überspitzten Formulierungen wird auch diese Diskussion im Ergebnis offen und dennoch harmonisch bleiben, da m.E. die Ökonomik bzw. Volkswirtschaftslehre die einzige Wissenschaft ist, bei der zwei Personen, die im Grunde das Entgegengesetzte sagen, sich einen Nobelpreis teilen können. Dabei pointiert und reizt man am besten durch ins Grundsätz-liche gehende Überlegungen.
Also male ich weder am Bild der Globalisierung noch verkrieche ich mich im Dickicht der herrlich vielen EU-Förderprogramme. Dieses können Handwerkskammern, die IHK, unsere Ministerien, Ihre Hausbank und viele andere Institutionen viel besser und einzelproblembezogen. Allerdings muß man dort hingehen, recht-zeitig und nicht, wie es leider häufig der Fall ist, wenn das Kind bereits in den sog. Brunnen gefallen ist.

Zunächst möchte ich unser Thema: „Wachstum durch Innovation" durch zwei Ergänzungen präzisieren. Es sind nur die drei Worte: `auch` sowie `Innovator und Innovatorin`.

A.
Also zuerst: Wachstum auch durch Innovation.
Wir sollten nicht die „große Mehrheit" der Unternehmen verges-sen, die rd. 70 v.H. der Beschäftigung und einen Großteil un-seres Einkommens und Wachstums schaffen. Man denke u.a. an ganz normale Handwerksbetriebe und Gewerbetreibende, d.h. an unsere Klein- und Mittelunternehmen bzw. KMUs. Diese machen bezüglich der Anzahl rd. 98 v.H. aller Unternehmen in der EU aus. Und aus brandenburgischer arbeitsmarktpolitischer Sicht erscheint mir wichtig zu betonen: die KU, d.h. die mit bis zu 10 Beschäftig-ten, waren z.B in den Jahren 1996-98 in den sog. neuen Ländern die Unternehmen, die per saldo einen Beschäftigungszuwachs auf-wiesen, während bei den anderen Unternehmensgrößen insgesamt per saldo ein Beschäftigungsabbau stattfand.
Zu diesen KU gehören auch die zahlreichen Neugründungen, die i.d.R. mit einem Beschäftigten, d.h. dem Gründer oder der Gründerin beginnen. Dabei werden von den Neugründungen rd. 50 v.H. in den ersten fünf Jahren wieder aufgelöst.

Diese KMUs unterliegen alle einem harten Wettbewerb und sie sind alle ständig um Neuerungen bemüht. Man denke also nicht an das große Wort: Innovation, sondern schlicht an Veränderungen oder Erneuerungen - insbesondere, weil eine Innovation weder ein kurzfristig politisch lenkbares Wunder ist (, sie liegt auch nicht in unseren guten Universitäten oder Fachhochschulen herum,) noch weil sie per se gut bzw. am Markt ertragreich ist. Eine Innovation ist eher die wahre Sensation mitten in unserem sich täglich verändernden Leben.

Man denke also beispielsweise an die weltweit wachsende Bedeu-tung des „täglichen" Dienstleistungssektors im Verhältnis zu Landwirtschaft und Industrie. Und stellen wir uns hier in Potsdam nur einmal eine ganz normal entwickelte Innenstadt vor, also die Brandenburger Straße mit ihren engagierten Einzelhänd-lern und Geschäften. Bereits in der Entwicklung des eigentlich „Selbstverständlichen" und sonst „Üblichen" läge hier schon Wachstum pur.

B.
Weiterhin: Wachstum auch durch Innovatoren und Innovatorinnen.
Es handelt sich nicht um anonyme Vorgänge und Entwicklungen oder gar um kurzfristig politisch steuerbare Job-Wunder. Wir sprechen von Menschen. Wachstum wird getragen von aktiv engagierten und gut ausgebildeten Menschen jeden Alters. Es sind z.T. individualistische, manchmal auch querköpfige, stets aber relativ querdenkende Menschen. Sie verbinden die stets notwendigen wirtschaftlichen Kenntnissen mit Phantasie und Kreativität sowie mit persönlichem Engagement. Und sie zeichen sich durch Risiko-, Entscheidungs- und Verantwortungsbereit-schaft aus. Natürlich entfaltet sich dieser Menschentyp eher alleine als Neugründer oder in den kleinen Kollektiven oder Teams der KMUs als in bürokratisierten Großunternehmen oder in überreglementierten öffentlichen Einrichtungen.

Auf den beiden Ergänzungen basieren m.E. drei wichtige Aspekte:

Erstens: Der wichtigste Faktor für das Gedeihen von KMUs, Neugründungen und Innovationen sind Menschen mit diesem Humankapital und der entsprechenden Mentalität.
Sie aber fallen weder vom Himmel noch wandern sie reichlich zu. Sie kommen aus unseren Schulen, Fachschulen und Universitäten.
Und hier müssen wir viel mehr und viel früher etwas tun, auch wenn die Früchte erst viel später, erst nach der nächsten Wahl voll ausgereift sein werden. Aber so kurz ist das Wählerge-dächtnis ja auch gar nicht.

Aber in finanziell, personell und administrativ restriktiv gefahrenen und verwalteten Schulen versauert nicht nur der notwendige soziale Humus, es entsteht auch nicht die jugend-liche Offenheit für Gedankenspiele und das scheinbar Unnütze. Dieses aber ist eine notwendige, wenngleich teure Umwegproduk-tion, die außerordentlich wichtig ist für und nachhaltig wirkt in Bezug auf die Lebensfreude, die Motivation und die Fähigkeit zu einem lebenslangen Lernen, einem lebenslangen Selbststudium und einem lebenslangen `Sich-Weiterentwickeln`.
Unser wichtigster Rohstoff ist Humankapital! Und ich bin überzeugt, daß KMUs, Neugründungen und Innovationen nachhaltig gestärkt werden durch Schulen, die sich bei entsprechender Aus-stattung wieder auf Inhalte besinnen und dadurch anspruchsvol-le, aber dauerhafte, weil flexible Grundlagen schaffen. Und sie werden weiterhin gestärkt durch eine offene schulische Infra-struktur für die eigenverantwortliche Überprüfung, den weiteren Aufbau auf den festen Grundlagen und das Aneignen von indivi-duellem Wissen. Denn KMUs leisten ihrerseits einen bedeutenden gesellschaftlichen Ausbildungsbeitrag, aber sie können (und sollten m.E. auch ) keine permanente umfassende, breite unter-nehmensinterne Schulung und Seminare bieten. Entsprechend führt eine Reduktion der schulisch und universitär vermittelten Grundlagen und Wissensflexibilität zu einem gesellschaftlichen Verlust an Humankapital und benachteiligt die KMUs. Ebenso kann und sollte eine Volkswirtschaft es sich nicht `leisten`, ältere Arbeitnehmer frühzeitig aus dem Berufs- in das Sozialsystem überwechseln zu lassen, statt ihr Humankapital zu erhalten und auszubauen.

Programme für jugendliche Langzeitarbeitslose sind zwar sinn-voll, aber sie sind auch zumindest ein Indikator für eine zuvor nicht ausreichend bereitgestellte schulische und berufliche Bildung. Entsprechend sind EU-Förderprogramme wie beispiels-weise ADAPT zu betrachten. Dabei sollten es vorübergehende Hilfen und keine Vehikel zu einer zentralisierten Regional-planung und Berufsausbildung sein; sie sollten entsprechend zeitlich definitv begrenzt sein und nicht langfristig länder-spezifische (föderale) Aufgaben übernehmen. Dieses gilt nicht nur wegen der gebotenen Subsidiarität und unseren positiven Erfahrungen mit föderalen Strukturen; zu betonen ist es auch angesichts vieler EU-Programme mit der Neigung, eine dauerhafte Eigendynamik zu entwickeln, wie jüngst der Kohäsionsfond und seit langem schon die EU-Agrarpolitik zeigen.

Zweitens:Ein wesentliches Ziel von engagiert arbeitenden Menschen liegt sicherlich im wirtschaftlichen Erfolg. Planungen und Bemühungen erstrecken sich auf einen langen Zeitraum, i.d.R. auf das ganze Leben. Dieses ist, wenn auch nicht ausschließlich, dadurch be-dingt, daß die stets erforderliche aktive Aneignung von Wissen, d.h. die Bildung von Humankapital viel Zeit erfordert und per se eine bedeutsame, zeitintensive Investition eines Menschen ist.

Die Bildung von wirtschaftlichem Humankapital setzt eine Art von Rechtssicherheit, von Eigentumsgarantie voraus, sowohl ex ante als auch ex post, die die Gesellschaft, die Politik geben müssen!

Wir aber belasten und diskriminieren das Humankapital in viel-facher Hinsicht, beispielsweise relativ zum Kapitaleinkommen: Es ist richtig, die Unternehmenssteuern zu senken, aber die Steuern auf Arbeitseinkommen müssen ebenso stark, im Grunde stärker abgesenkt werden. Sonst werden wir in Deutschland und auch in Brandenburg erleben, daß Humankaptial aus Deutschland zunehmend abwandert. Humankapital wird weltweit und nicht nur in der EU zunehmend mobil, so mobil wie Kapital.

Um nur einige Beispiele zu nennen:
Warum werden immer weniger Semester eines erfolgreichen Studiums in der Rentenberechnung (Anwartschaft) berücksichtigt? Aktuelle fiskalische, nicht ordnungspolitsiche Begründungen machen so ökonomische Investitionen in Humankapital obsolet. Sie schwächt die Motivation zum ernsthaften Studieren (immer stärker wird heute das Studium vom Jobben bedrängt) sowie zur Bildung von substantiellem Humankapital und damit die gesell-schaftlichen Grundlagen für späteres Wachstum.

Oder welchen Sinn macht beispielsweise die Halbierung der Frei-grenzen bei Kapitaleinkünften? Hier wird massiv in die Kapital-bildung und die Kapitalverwendung eingegriffen. Wer gewinnt dadurch, daß ein Sparer seine Ersparnis nicht mehr beispiels-weise in 6-prozentigen, sondern in 3-prozentigen Papieren anlegt und bei Erreichung der Grenze gar nicht mehr spart oder nur noch in Banknoten oder Schmuck? Vielleicht wird die Zins-last des Staates reduziert, in jedem Falle aber wird das zukünftige Wachstum in Deutschland erschwert.

Oder denken wir an die wieder diskutierte Einführung einer Vermögenssteuer oder Erhöhung der Erbschaftssteuer. Betroffen sind dadurch i.d.R. nicht ererbte Vermögen, sondern um erarbeites und bereits dabei versteuertes akkumuliertes Einkommen aus Humankapital. Wenn die private Bildung von Vermögen reduziert wird (oder in weniger produktiven, nicht im Wert steigenden Aktiva erfolgt), womit werden dann unsere Kinder in einer immer kapitalintensiver produzierenden Welt Einkommen erzielen? Oder wie glaubwürdig ist eine Politik, die zur individuellen Alters-vorsorge durch Vermögensbildung auffordert und die gleichzeitig die Vermögensbildung durch Besteuerung diskriminiert?

Oder denken wir an das sog. Halbeinkünfteverfahren bei Einkünf-ten aus Gewerbebetrieben usw. - stets in Verbindung mit einem komplizierten administrativen, steuerlichen und rechtlichen System.

Oder denken wir an das sog. 630-DM-Gesetz, ich will nur einmal auf die negativen Auswirkungen an der Universität bzw. bei den studentischen Hilfskräften verweisen. Oder denken wir an das Gesetz zur sog. Scheinselbständigkeit.

Derartige politische Eingriffe belasten den Faktor Arbeit und reduzieren ex ante die Bildung von Human- und Sachkapital in Deutschland und ex post (quasi als zeitinkonsistente Politik) die Rendite aus Investitonen auch in Humankapital. Und sie belasten das Vertrauen in die zukünftige Politik, so daß bei einem gestiegenen Planungs- und Entscheidungsrisiko ökonomische Aktivitäten aus Deutschland abwandern. Dann stoßen wir hinten mehr um, als wir vorne aufbauen!
Ein Nettoabfluß in Höhe von 112 Mrd.DM Deutschlands in 1998 allein bei Direktinvestionen ist wohl nicht nur eine Folge eines im Ausland Anlagemöglichkeiten suchenden überbordenden Wohlstandes bei uns. Und wenn hier etwas mit den steuerlichen Rahmenbedingungen nicht stimmt, dann kann man es nicht, auch nicht mit wesentlich höheren Kosten durch eine Vielzahl von differenzierten staatlichen Förderprogrammen heilen.

Drittens: Schier zum Verzweifeln ist die Vielzahl der EU-Programme, d.h. das INTERREG, KONVER, RETEX, RESIDER, RECHAR usw. usf. sowie die ungenügende statistische Auswertung und volkswirtschaft-liche Erfolgsevaluation.
Fast jedes Programm, nicht nur die Gemeinschaftsinitiative KMU, hat Komponenten für KMUs. Angesichts der Zersplitterung hilft im Individualfalle nur der Gang zu den genannten Vebänden oder Ansprechpartnern in den Ministerien, also im Ministerium für Arbeit (ESF-Anteil), Ministerium für Wirtschaft (EFRE-Anteil) oder Ministerium für Ernährung (EAGLF-Anteil).

Wir sind sicher, daß Brandenburg, das ja zu der sog. Ziel-1-Region (mit einem Pro-Kopf-Einkommen von unter 75% EU-Durch-schnitt) gehört, durch diese Programme Hilfe und Geldzufluß er-fährt. Und unser Land wird sich im Mittelverteilungskampf auch weiterhin gut behaupten - obwohl es besser wäre, keine Ziel-1-Region zu sein.
Aber es gibt auch kritisches. Dazu gehört nicht nur, daß wenn es einen Nettoempfänger gibt, daß es dann auch einen wegen der Verwaltungskosten stärker belasteten Nettozahler gibt.

Bei Bewerbungen von KMUs um derartige Mittel ist für diese der administrative Aufwand sehr hoch. Es ist nicht zufällig, daß die EU eine Arbeitsgruppe oder neudeutsch: eine Task Force unter dem Namen BEST u.a. zur Reduktion des mit EU-Rechtsvor-schriften verbundenen Verwaltungsaufwandes für die KMUs eingesetzt hat. Es gibt viele weitere Schwierigkeiten. So liegen einige Unterlagen nur in englischer Sprache vor (z.B. Studien der GD XII zu den KMU im Rahmen des 4. FTE-Rahmen-programmes). So sind Voraussetzungen, wie die Zusammenarbeit mit einem KMU in einem anderen EU-Land, von jungen, gerade neugegründeten KMUs beispielsweise in Brandenburg schwerer zu erfüllen als von (im Markt seit langem etablierten) KMUs bei-spielsweise in Bayern oder im Saarland (hier liegt eine Asymmetrie vor, wenngleich das Ziel der EU natürlich in der Förderung grenzüberschreitender Aktivitäten liegt). Sog. Netzwerke erscheinen als Ausweg, verbunden mit weiteren Kosten.

Natürlich sind derartige Bestimmungen auch Ausfluß eines von der EU angestrebten Konvergenz (innerhalb der EU aber auch bezüglich der kommenden Beitrittsländer) ebenso wie eines wohl geförderten Zentralismusses auch in der Regional- und Struktur-politik. Programme mit diesen Zielen sind nicht stets für die Entwicklung von Problemregionen optimal. Entsprechend sind administrative Vereinfachungen und die Zusammenfassung der verschiedenen Fonds notwendig - verbunden mit einem größeren Entscheidungsfreiraum über die Mittel seitens des Landes. (inhaltliche Subsidiarität).

Der Vorteil eines Landes, beispielsweise Brandenburgs als Nettoempfänger wurde betont. Und wir wissen auch, daß jede Mark, die in einem Programm bereitgestellt wird, zuvor über Steuern und Beiträge irgendwo entzogen wurde. Und vernach-lässigen wir den mit der Programm-Anzahl steigenden Verwal-tungsaufwand, daneben ist es bestenfalls ein Nullsummenspiel, wenn ich 1,- DM Hilfe erhalte und anschließend 1,- DM mehr Steuern zahle. Die hier gezahlte Hilfe zur Stärkung des Eigenkapitals reduziert die Eigenkapitalbildung anderenorts. Und die über eine Verschuldung der EU oder EIB finanzierten Programme führen i.d.R. über Zinserhöhungen zur Verdrängung privater Investitionen.
Oder glauben wir wirklich politisch besser zu wissen, wo das Kapital der belasteten Privatpersonen und KMUs besser, d.h. ertragreicher einzusetzten ist? Oder glauben wir, daß derartige Mittel einen notwendigen regionalen und sektoralen Wandel oder die erforderliche Flexibilisierung an den Arbeitsmärkten und in der Ausbildung ersetzen können?

Danke!

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(1)Es handelt sich um ein vorbereitetes kurzes Eingangsstatement zu einer Podiumsdiskussion mit Frau Ministerin Regine Hildebrandt (MASGF des Landes Brandenburg) und Herrn Norbert Glante (Mitglied des EU-Parlamentes) anläßlich des erfolgreichen „Adapt-Europa-Projektes" durch die Unternehmensberatung Torsten K. Bork und Partner, Potsdam, am 9.7.1999 in Potsdam. Der kleine Beitrag steht hier eigenständig für sich. Der Verfasser dankt Herrn stud. rer.pol. Andreas Sternberg.

(Autor: Prof. Dr. Wilfried Fuhrmann, Univ. Potsdam, Makroökonomische Theorie und Politik, A.-Bebel-Str. 89, D-14482 Potsdam, Tel/Fax: +49-(0)331-977-32-19/23; email: fuhrmann@rz.uni-potsdam.de)